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Review

“Amor Fatale” reviews

La soprano Marina Rebeka es sin duda una de las voces más interesantes que el panorama actual nos ofrece, y su afinidad con el repertorio del de Pesaro quedó patente desde sus inicios...

…con unas sorprendentes Madama Cortese y Condesa de Folleville de la Accademia del ROF que le valieron para debutar como Anna Erisso un año después en el mismo festival. Desde entonces, sus mimbres han madurado y este es sin duda el momento ideal para presentar un abanico de heroínas que, desde la atormentada Desdemona de delicado fraseo a la imponente Semiramide, pasando por una decidida Matilde (todo un acierto incluir las dos escenas) o la expresiva y explosiva Armida nos hacen desear que el disco fuera doble, para incluir el lamento de Amenaide, la escena de Fiorilla o la entrada de Adèle.

El cuidado legato, la seguridad del registro agudo y la capacidad para sortear los escollos pirotécnicos más peligrosos la hacen merecedora de todas las estrellas de esta reseña. La acompañan además jóvenes promesas como el tenor ligero Levy Sekgapane y cuenta con la pericia de Marco Armiliato, que dirige una brillante orquesta de la Radio de Baviera. Siempre es una excelente noticia que se grabe Rossini serio, y más si es con este resultado.

Forum Clásico

Die Sopranistin Marina Rebeka stellt mir ihrer Rossini-CD „Amor fatale“ ihre Vielseitigkeit ebenso wie die Vielfalt des Komponisten unter Beweis.

Sie ist wandlungsfähig, verfügt über ein breites Repertoire und weiß mit ihrer Stimme effektvoll umzugehen. Die Sopranistin Marina Rebeka gehört zu den international gefragtesten Sängerinnen und hat nun ein Rossini-Album veröffentlicht. Mit ihrem glutvollen Sopran ist sie keine Rosina mehr, sondern reüssiert in den ‚starken‘ Frauenrollen Rossinis. Auch wenn man dem Bookletartikel über die ‚starken Frauen‘ auf der Opernbühne nicht immer folgen kann: Im Falle der Interpretationen von Marina Rebeka trifft die Charakterisierung ins Schwarze.

Sie ist als Armida, Desdemona, Elena, Mathilde, Semiramis, Anna und Anäi zu hören und verbindet so bekannte Arien und Szenen mit welchen, die dem Hörer weniger geläufig sein werden. So beginnt sie mit einer Arie aus ‘Moïse et Pharaon’ mit großen Koloraturbögen und als Führerin eines ganzen Ensembles, bestehend aus Mezzo, Tenor, Bass und Chor. Das ist eine großartige Eröffnung für eine Solo-CD, auf der man mit einer so groß angelegten Nummer schlicht nicht rechnet. Gleichzeitig kann Marina Rebeka hier einen Eckpfeiler ihres Könnens einschlagen: Die der Primadonna mit der Stimme, die nicht nur durch ihre Geläufigkeit und ihren Ambitus, kurz: mit ihrer technischen Beherrschung brilliert, sondern die neben all dieser Beweglichkeit fast mühelos mit gut fokussiertem Sopran über dem Ensemble schwebt.

Den Eckpfeiler in entgegengesetzter Richtung befestigt Marina Rebeka mit der Preghiera der Anna aus ‘Maometto II’, in welcher sie mit anrührend warmem Pianissimo und daraus resultierender akustischer Zerbrechlichkeit beeindrucken kann. Die Palette dazwischen wird in bekannten Werken wie ‘Bel raggio lusinghier’ aus ‘Semiramide’ oder ‘Tanti affetti in tal momento’ aus ‘La donna del lago’ gezeigt. Hier wird die zu so breitem Ton fähige Stimme agil, anschmiegsam und überzeugt durch ihre Lebendigkeit.

Fast außer Konkurrenz steht allerdings die Interpretation der Mathilde aus ‘Guillaume Tell’. Hier verleiht Rebeka ihrem Sopran Schlichtheit, verleiht der an anderen Stellen teilweise zu sehr im Forte belassenen und damit die Wärme einbüßende Stimme einen runden, sehr fraulichen Klang. In den Ausschnitten aus dieser Oper klingt die Sopranistin am innigsten, am meisten mit dem darzustellenden Charakter vereint.

Marina Rebeka hat mit Marco Armiliato und dem Münchner Rundfunkorchester wandlungsfähige Partner an ihrer Seite. Armiliato gelingen Szenen und Arien, Gebet wie Kavatine lebendig, dynamisch und in der Agogik abgestuft. Der Chor des Bayerischen Rundfunks, Mezzosopranistin Julia Heiler, Tenor Levy Sekgapane und Bassist Gianluca Margheri bereichern die Aufnahmen und machen die Solo-CD der Sopranistin zu etwas Besonderem, denn wo findet man schon in derartigen Zusammenstellungen eine zahlenmäßig so große Verstärkung?

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die CD für Liebhaber jeglicher Rossini-Musik, ebenso hörenswert ist (nicht zuletzt durch das Studium der Originalpartituren durch die Sopranistin, was so manche neue Kadenz nach sich zieht) wie für Liebhaber der glänzenden Sopranstimme von Marina Rebeka.

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