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Review

Mozartwoche

Wenn einem Diana Damrau und dann die nach-nominierte Genia Kühmeier quasi unter den Fingern zerrinnen, dann könnte einem der Veranstalter fast leidtun. Muss in dem Fall nicht ...

Die lettische Sängerin Marina Rebeka, die 2009 bei den Festspielen debütiert hat (da sang sie in Rossinis „Moise et Pharaon“ unter Muti) ist international längst viel gefragt. Unlängst ist von ihr eine CD mit Opernarien herausgekommen, und ihre Mozart-Kompetenz hat sie am Samstag selbstbewusst herausgestrichen: Die Gräfinnen-Arie „Dove sono“ legt sie ganz ohne Lamento und schon ganz und gar ohne Resignation an: Man denkt da eher an aufgestachelte emanzipatorische Gedanken… Die voluminöse Stimme der Marina Rebeka verliert auch in Koloraturen nicht an Rundung, wie man in der Einlage-Arie für die Donna Anna (das Rondo „Non mi dir, bell’idol mio“) eindrucksvoll vorgeführt bekam. Eine profilierte Mozart-Sängerin, es wäre höchste Zeit, sie regelmäßig nach Salzburg zu holen.