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Review

La Traviata / Wiener Staatsoper

Zurück ins Jahr 2009, damals hatte Marina Rebeka nach Aleksandra Kurzak und Desirée Rancatore als einspringende Traviata den letzten Abend einer Serie gerettet ...

In dieser Serie konnte sie endlich beweisen, mit welch außerordentlichen gesanglichen Mitteln sie das Schicksal der Nobelhure mit einem Betriebsunfall, nämlich sich zu verlieben, gestalten kann. Jubeltöne im Trinklied und in der ersten Arie, die Szene mit dem alten Germont im Parlandoton, der Zusammenbruch und der Tod, die Stimme der aus dem lettischen Riga Geborenen ist allen erforderlichen Gefühlsregungen und dramatischen Ausbrüchen dieser Rolle gewachsen. Dazu im Auftreten eine Verliebte, die sogar bei dem mit ungewöhnlich nobler und ruhiger Gestik auftretenden Vater ihres Geliebten Empathie für ihre Situation hervorzurufen im Stande ist.

Kurier, Marion Eigl
Hervorstechend Marina Rebeka als schwindelsüchtige Kurtisane. Die Partie scheint wie gemacht für die aus Lettland stammende Sopranistin. Rebekas Stimme hat Strahlkraft, Geschmeidigkeit und Volumen. Und vor allem ist sie in der Lage, Stimmung zu erzeugen. Durch dynamische Schattierungen. Entsprechende Phrasierungen und die erforderliche Emotionalität. Obendrein ist die Künstlerin eine beherzte Schauspielerin.